Investoren finden ist keine große Hürde, wenn man sich an die Spielregeln des Marktes hält, die Vorbereitung stimmt und man die Suche nicht erst auf den letzten Drücker beginnt.

Viele Gründer oder auch Unternehmer suchen oft lange, sogar sehr lange Zeit ergebnislos nach Investoren. Die Ursache liegt dabei entweder an der falschen Ausgangsbasis oder an der nicht marktgerechten Zielvorstellung. Denn andere Gründer finden oft im Handumdrehen mehr Investoren als sie eigentlich brauchen. Aber worin liegt nur der Unterschied oder auf was ist konkret zu achten?

Investoren suchen rentierliche Alternativen

Zuerst sollte man versuchen, sich aus seiner eigenen Position heraus in die Rolle des Investors zu versetzen. Was will ein Investor? Was ist dessen Intention, in ein StartUp zu investieren und den sicheren Hafen von festverzinslichen Wertpapieren, Aktien oder Immobilien zu verlassen?

Investoren suchen rentierliche Anlagen, welche die üblichen Anlageformen toppen und sind darüber hinaus bereit, ggf. auch ein größeres Risiko in Kauf zu nehmen. Erst der Gründer, der berücksichtigt, dass Rendite und Risiko Geschwister sind, die Hand in Hand einhergehen, wird erfolgreich sein. Konkret bedeutet das, dass die Rendite mit dem Risiko steigen muss, um Investoren dafür zu finden. Und genau hier liegt der Denkfehler von vielen Gründern, welche die Werbeaussagen von Kreditinstituten mit Anlageangeboten von 1.5% Rendite sehen. Viele schlussfolgern daraus, dass ein Investor dann doch mit 2.5% Rendite zufrieden sein müsste. Investoren finden bei Finanztipps & Tricks

Das Renditeangebot mit 1.5% richtet sich an konservative Sparer, die kein Risiko eingehen wollen. Ein halbwegs versierter Investor ist jederzeit in der Lage eine Rendite von 10% auf sein Kapital zu erwirtschaften, ohne dabei ein Risiko einzugehen. Investoren, die auch bereit sind ein gewisses Risiko zu übernehmen, erwirtschaften leicht eine Rendite in Höhe von 15-20%. Spannend werden Renditen, die darüber hinaus gehen.

Nun ist ein StartUp trotz bester Idee, höchster Motivation der Gründerperson und bester Voraussetzung trotzdem ein Risikoprojekt, das bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals reichen kann. Es wird kaum einen aktiven Investor geben, der damit auch nicht schon einmal richtig Geld verloren hat. Diese Investoren wissen, dass die Renditen bei Hochrisikoprojekten enorm sein müssen, um auch die Verluste aus anderen Projekten aufzufangen, die defizitär enden. Und diese Investoren erreicht man nicht mit Renditeaussichten von 3-5%. Erst wenn man sich diese Zusammenhänge verinnerlicht, kann man sich in die Denkweise eines Investors einarbeiten und einen Kommunikationsleitfaden entwickeln.

Investoren finden: der Businessplan muss stimmen

Ein weiteres Manko von vielen Gründer oder Unternehmer ist eine einseitige Ausrichtung des Know Hows. Es gibt gottbegnadete Techniker mit einem schier unendlichen Ideenpotential, die jedoch bar jeglichen kaufmännischen Verständnisses sind und ihre Idee schlicht einfach nicht in monetäre Werte umsetzen können. So ist es für jeden Gründer aber auch Unternehmer existenziell wichtig, das Projekt in eine bestimmte Form zu gießen.

Hier hat sich der Businessplan etabliert, den heute prinzipiell jeder Investor oder Geldgeber, teilweise auch Banken obligatorisch erwarten. Investoren finden ohne eine aussagekräftigen Businessplan ist zwar möglich, aber die Chancen gehen gegen Null. Ein Businessplan umschreibt in einer standardisierten Form das gesamte Projekt in nahezu allen Details. Dabei geht es nicht nur um die Idee, sondern auch um den Finanzplan, Marketingplan, Analysen  etc.  Zur Kapitalsuche sollte also auf dem Businessplan ein deutliches Gewicht liegen.  Der Businessplan sollte auch eine Vorschau auf die ersten 3 Jahre des Unternehmens oder des zu finanzierenden Projektes beinhalten, die der Unternehmer dann auch immer wieder als Soll-Ist Vergleich verwenden kann, um seine Strategie zu justieren.

Investorensuche rechtzeitig beginnen

Viele Gründer befassen sich jahrelang mit ihrer Vision oder Projekt, tüfteln dabei an den letzten Finessen und glauben mit der Marktreife sofort in einen Pool von Investoren einzutauchen, die sich danach reißen, ihr Projekt zu finanzieren. Das ist ein leider weitverbreiteter Irrglaube. Es sind tausende von guten Projekten auf dem Markt, die nach einer Finanzierung suchen. und es gibt auch tausende von Investoren, die bereit sind Projekte zu finanzieren. Es zeigt sich immer wieder, dass Gründer und Investoren lediglich oft eine unterschiedliche Sprache sprechen und kaum eine gemeinsame Basis oder Plattform zur Kommunikation haben. Eine der wenigen Plattformen, die für Gründer und Investoren gleichermaßen geeignet sind, ist z.B. www.privatkapitalmarkt.de oder das www.investorenmagazin24.de. Aber auch über solche Plattformen ist es sinnvoller einen Investor bereits in der Entwicklungsphase einzubinden und ihn so für das Projekt langfristig zu begeistern.

Investor oder Kredit?

Grundsätzlich sollte sich jeder Gründer aber reiflich überlegen, ob er sich einen Investor sucht oder doch lieber eine Eigenfinanzierung in Betracht zieht und ggf. einen Bankkredit dazu in Anspruch nimmt. Ein Investor ermöglich zwar u.U. mit viel Geld einen raschen Einstieg, wird sich dann aber irgendwann teuer aus dem Unternehmen zurückziehen, nämlich dann, wenn das Unternehmen deutlich an Wert gewonnen hat. Der Wert ist dann oft zu hoch, dass der Gründer noch jemals die Chance hätte, die Anteile selbst zu erwerben.

Geht der Gründer von Anfang an jedoch den Weg der kleinen Schritte, die er vielleicht selbst oder mittels eines Bankkredites finanzieren kann, dann bleibt er Eigentümer des gesamten Unternehmens. Langfristig ist das sicherlich die weit aus billigere Variante. Eine Übersicht über günstige Kredite in allen Varianten findet man übersichtlich aufbereitet z.B. bei www.topguenstigekredite.de . Der Gründer ist gut beraten, wenn er sein Projekt langfristig betrachtet und nicht nur um einen schnellen Markteintritt bemüht ist.