In einer kürzlich durchgeführten repräsentativen Studie stellte das Meinungsforschungsinstitut GfK einen beachtlichen Stimmungsumschwung im Vergleich zu den Vorjahren fest. Die Mehrheit der Deutschen sehen mit Bedenken in die Zukunft und fürchten sich vor den möglichen Ereignissen, die uns in 2016 bevorstehen können.
Wo es in den vorangehenden Jahren zwischen 28 und 31 Prozent waren, die Angst vor der Zukunft hatten, sind es aktuell 55 Prozent.
Die aktuelle Probleme, die laufend in der Tagespresse auftauchen und auf die Stimmung drücken, sind tatsächlich vielfältig und geben auch Hartgesottenen Anlass zur Sorge.
  • Flüchtlingskrise
  • Konzeptlosigkeit der Regierung
  • Terror direkt vor unserer Haustüre
  • Weltweite Abkühlung der Wirtschaft
  • Europäische Union ist sich uneinig und droht zu brechen
  • Krise Griechenland
  • Bundeswehr im Kampfeinsatz
  • Konflikt Ukraine
  • Konflikt Syrien
  • Bargeldverbot
Die Deutschen spalten sich im Augenblick in zwei Hauptlager – die einen befürworten den unbegrenzten Zuzug von Migranten, die anderen stellen berechtigterweise die Frage, wie sich diese enormen Zahlen an Asylanten noch verkraften lassen. Organisatorisch und wirtschaftlich. Die Regierung selbst gesteht ein, keine aktuellen Zahlen der Menschen zu haben, die unregistriert nach Deutschland gekommen sind. Menschen von denen niemand etwas weiß, deren Absichten und Gesinnung unbekannt sind.  Die Agentur für Arbeit teilt mit, dass sich aufgrund von Ausbildung und Sprachkenntnisse vermutlich nur etwa 10% in den Arbeitsmarkt integrieren lassen. Die Polizeigewerkschaft teilt mit, dass man mit einer Quote von 10% der Asylanten rechnet, die in absehbarer Zeit straftätig werden. Renommierte Fachleute kalkulieren mit 55 Milliarden Euro, die der deutsche Steuerzahler jährlich zu schultern hat. Selbst wenn die Zahl in einer florierenden Wirtschaft überschaubar ist, kann sich dieses schnell ändern.

Wichtige Indizes zeigen Abkühlung der Weltwirtschaft an

Aktuell sind diese Zahlen zu schultern, da die Wirtschaft gute Zahlen vorlegt und die Steuereinnahmen sprudeln.  Es gibt allerdings deutliche Signale, dass sich die Wirtschaft abkühlt. Solche Signale können z.B. das Sinken der Rohstoffpreise sein. Oder das Sinken der Transportpreise. Die Industrie kalkuliert ihren Bedarf jeweils um viele Monate voraus. Wenn nun die Industrie spürt, dass die Nachfrage sinkt, wird weniger eingekauft und die Preise sinken. Wird weniger eingekauft, muss weniger transportiert werden – und damit sinken die Transportpreise. Diese und ähnliche Indizes ergeben dann eine solide Einschätzung, was von der Zukunft zu erwarten ist. Weniger Gewinne bei der Wirtschaft bedeutet einerseits, dass die Steuereinnahmen für den Staat sinken, bedeutet andererseits, dass die Unternehmen weniger investieren oder sogar sparen. Unternehmen sparen oft zuerst beim Kostenfaktor Personal, was wiederum höhere Arbeitslosigkeit bedeutet. 

Zinsen auf historischem Tiefstand

Die Zinsen befinden sich aktuell auf einem historischen Tiefstand und drohen sogar in den negativen Bereich zu geraten. Die Europäische Zentralbank (EZB) pumpt seit vielen Monaten monatlich 60 Milliarden Euro in den Markt in der Hoffnung, dass die Menschen das billige Geld für Anschaffungen und Konsum nutzen und damit die Konjunktur wieder anspringt, Güter sich wieder verteuern und sich das Schreckensgespenst der Deflation wieder verabschiedet. In einer Phase der Deflation werden Dienstleistungen und Güter billiger, mit der Konsequenz, dass Unternehmen weniger verdienen und damit weniger investieren oder sogar sparen. Trotz der gigantischen Geldmenge, die bisher neu gedruckt wurde, um die Inflation wieder steigen zu lassen, ist die Rechnung nicht aufgegangen. Die EZB hat beschlossen, die Maßnahme deutlich auszuweiten. Tatsache ist, dass die Menschen Europas das Geld lieber zusammenhalten und sich damit auf eine Krise vorzubereiten.

Bargeld als Rettungsanker in der Krise

Die Wirtschaftskrise in Griechenland hat allzu deutlich gezeigt, was geschehen kann, wenn kein Bargeld im Hause ist. Die Banken wurden kurzerhand geschlossen und die tägliche Auszahlung an Geldautomaten auf 60 € begrenzt. Nur wer ausreichend Bargeld im Hause hatte, kam unbeschadet über die Runden.

Bargeld ist  kontraproduktiv zum geplanten Negativzins

Die Sparer in Deutschland verfügen aktuell über ein Vermögen von etwa 5.2 Billionen Euro mit stetig steigender Tendenz. Würde es gelingen einen Teil dieser Summe in Form von Konsum in den Markt zu bringen, wäre dieses die Lösung für die Bekämpfung der Deflation. Dieses könnte mit dem Negativzins erreicht werden, d.h. Sparer müssen Zinsen bezahlen, wenn sie Erspartes auf der Bank belassen. Bislang wurde diese Praxis erst von wenigen Banken bei größeren Guthaben eingesetzt. Praktisch gesehen würden viele Sparer dem entgegenwirken, indem sie die Ersparnisse von der Bank abheben und anderweitig verwahren. Damit würde auch der Negativzins verpuffen. Es ist also absehbar, dass das Bargeldverbot, das in einigen Ländern bereits teilweise praktiziert wird, keine Vision der Politiker mehr ist, sondern vielerorts schon als beschlossene Sache gilt.

Ist die Angst vor der Zukunft berechtigt?

Alle diese Fakten lassen nachvollziehen, warum die Deutschen Angst vor der Zukunft haben. Es hat in der Nachkriegszeit immer wieder Situationen gegeben, die Anlass zur Sorge gaben. Aber zu keinem Zeitpunkt war es notwendig, solch drastische Mittel einzusetzen, um die anstehenden Probleme in den Griff zu bekommen.

Angst vor der Zukunft – Angst vor gewaltsamen Übergriffen

Immer mehr Deutsche legen sich aus Angst vor gewaltsamen Übergriffen oder Wohnungseinbrüchen eine Schusswaffe zu. Aber nicht nur Schusswaffen sind begehrt, sondern auch Pfefferspray – die zahl der Verkäufe haben sich zum Vorjahr verdoppelt. Nach den aktuellen Daten des Bundesverwaltungsamtes, da für die Erteilung waffenrechtlicher Genehmigungen zuständig ist, stieg die Zahl erlaubnispflichtiger Schusswaffen (Kurz- und Langwaffen) im Besitz von Schützenvereinen oder Privatpersonen um nahezu 300.000 auf 5,79 Millionen. Die Zahl der Waffenbesitzer stieg um 140.000 auf 1.54 Millionen.

Related Post